Borussia Mönchengladbach ist mit einem deutlichen Ausrufezeichen in das Fußballjahr 2026 gestartet. Am 16. Spieltag der Bundesliga besiegten die Fohlen den FC Augsburg im Borussia Park klar mit 4:0 und bestätigten damit die positiven Ansätze aus den Wochen vor der Winterpause. Der Sieg war in dieser Höhe verdient und spiegelte die Kräfteverhältnisse über 90 Minuten präzise wider.
Von Beginn an machte Borussia Mönchengladbach klar, dass man dieses Spiel kontrollieren wollte. Die Gastgeber agierten mit hoher Intensität, verteidigten mutig nach vorne und setzten Augsburg früh unter Druck. Bereits in der 8. Minute zahlte sich das aus Joe Scally traf zur frühen Führung.

Gladbach blieb dran, hielt das Tempo hoch und nutzte die Schwächen des Gegners konsequent. Nach einem Handspiel im Strafraum verwandelte Kevin Diks den fälligen Elfmeter sicher zum 2:0. Augsburg fand kaum Zugriff auf das Spiel, während die Borussia immer wieder über die Außenbahnen gefährlich wurde. Noch vor der Pause erhöhte Haris Tabaković per Kopf nach einer Flanke auf 3:0 und sorgte damit früh für klare Verhältnisse.

Der FC Augsburg hatte sich vorgenommen, kompakt zu stehen und über Zweikämpfe ins Spiel zu kommen. Dieser Plan ging nicht auf. Zwar hatten die Gäste phasenweise Ballbesitz, doch es fehlte nahezu komplett an Zielstrebigkeit im letzten Drittel. Abschlüsse waren selten, echte Torgefahr entstand kaum.
Auch defensiv offenbarte Augsburg immer wieder Probleme. Besonders bei Flanken und in der Abstimmung innerhalb der Fünferkette trafen die Gäste wiederholt falsche Entscheidungen. Das vierte Gegentor in der 61. Minute, erneut durch Tabaković per Kopf, stand sinnbildlich für einen Auftritt, dem es an Schärfe, Klarheit und Konsequenz fehlte.

Nach dem Spiel zeigte sich Gladbachs Trainer Eugen Polanski hochzufrieden mit Leistung und Ergebnis. Er hob vor allem die Energie, das aggressive Vorwärtsverteidigen und die hohe Anzahl an Aktionen im gegnerischen Strafraum hervor. Gleichzeitig mahnte Polanski, den Sieg nicht zu überbewerten. Phasen von Nachlässigkeit nach dem 2:0 sprach er offen an und verwies darauf, dass dieses Niveau in der Bundesliga dauerhaft bestätigt werden müsse.
Besonders lobend äußerte sich der Trainer über Doppeltorschütze Haris Tabaković, stellte aber klar, dass nicht allein die Tore entscheidend gewesen seien. Vielmehr sei dessen Arbeit für die Mannschaft und seine Präsenz im Strafraum ein zentraler Faktor gewesen.
Auf der anderen Seite fand Augsburgs Coach Manuel Baum deutliche Worte. Er gratulierte Gladbach zum verdienten Sieg und sprach von einem Auftritt, der in mehreren Bereichen nicht bundesligatauglich gewesen sei. Besonders die fehlende Intensität in den Zweikämpfen, zu späte Entscheidungen und die mangelnde Zielstrebigkeit im Angriff seien ausschlaggebend für die klare Niederlage gewesen.
Baum betonte, dass es weniger um einzelne taktische Details, sondern um grundlegende Prinzipien gegangen sei. Ohne Schärfe, Mut und Konsequenz lasse sich in der Bundesliga kein Spiel gewinnen.
Der 4:0-Erfolg gibt Borussia Mönchengladbach Rückenwind für die kommenden Aufgaben und unterstreicht die positive Entwicklung der Mannschaft. Die Fohlen überzeugten mit Struktur, Effizienz und einer geschlossenen Teamleistung. Für Augsburg dagegen bleibt nach dem Jahresauftakt viel Arbeit. Vor allem die fehlende Durchschlagskraft und die defensive Anfälligkeit werden schnell zum Thema werden, wenn man im Abstiegskampf bestehen will.
Unterm Strich steht ein klarer, souveräner Heimsieg, der nicht nur auf dem Papier deutlich ausfiel, sondern auch spielerisch kaum Fragen offenließ.